Leute aus Gewerkschaften besuchten PKK-Prozess
Leute aus Gewerkschaften besuchten PKK-Prozeß
Am 5.11.1991 besuchten 43 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sowie 20 kurdische und deutsche Leute den PKK-Prozeß in Düsseldorf. In der Mittagspause veranstalteten sie eine Pressekonferenz, wo sie feststellten, daß auch an diesem Verhandlungstag sich ein „groteskes und skandalöses Schauspiel vor Gericht" abspielte. Der Kronzeuge Ali Cetiner wurde während der Befragung durch die Verteidigung ständig vom Gericht hilfreich unterstützt, in dem was er sagen konnte bzw. sollte. Trotz dieser Hilfestellung bestanden drei Viertel der Aussagen Cetiners aus „ich kann mich nicht erinnern“ oder „ich muß mich mit meiner Anwältin beraten". Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter stellten fest: „Schon aus diesem kurzen Eindruck drängt sich uns das Bild auf, daß hier keine Wahrheitsfindung stattfindet, sondern daß mit Hilfe eines offenbar nicht beweisbaren Schuldvorwurfes mit allen Mitteln zu einer Verurteilung gekommen werden soll.“
Sie forderten: „Einstellung der S120« -Verfahren gegen Nationale Befreiungsbewegung Kurdistans! Einstellung jeglicher finanziellen, politischen und militärischen Hilfe für die Türkei durch die Bundesrepublik! Anerkennung des kurdischen Volkes als Nation!“ Anwesend waren Leute und Funktionsträger von der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen; IG Bau, Steine, Erden; IG Metall; IG Medien; Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten; Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr; Gewerkschaft Textil und Bekleidung; IG Chemie; Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands; Gewerkschaft Holz und Kunststoff. — (rub)