Heft 23 vom 14.11.1991 3/23 scan 2026-05-29

Türkische Terrorwelle auch in den Gefängnissen



Türkische Terrorwelle auch in den Gefängnissen

In der Nacht des 4. November verlegten Militäreinheiten politische Gefangene aus Antep, Bartin und Ankara unter Anwendung von Gewalt und Folter in die als Todeszellen bekannten Einzelzellen von Es.kjs.ehir. Auch aus den Gefängnissen Bursa, Malatya und Aydin wurden Gefangene zwangsverlegt. Aus Protest dagegen sind nach bisherigen Informationen 110 Gefangene in Eskisehir und Malatya in den unbefristeten Hungerstreik getreten.

Der türkische Staat will alle Gefangenen, die wegen „Separatismus“ angeklagt oder verurteilt sind, in Spezialgefängnisse mit Isolationszellen einsperren. Bis jetzt konnten sich die Gefangenen gegen eine Verlegung wehren. Das Kurdistan-Komitee ruft die Öffentlichkeit dazu auf, den unmenschlichen Praktiken in den türkischen Gefängnissen Einhalt zu gebieten.

Kurdistan-Komitee. S. November 1991

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