Heft 25-26 vom 12.12.1991 3/25-26 scan 2026-05-29

IBM: Betriebsvereinbarung über „Pflegepause“ abgeschlossen.



Grüne für Integration behinderter Schüler

Stuttgart. Die baden-württembergische Landtagsfraktion der Grünen fordert in einem neuen Gesetzesentwurf den gemeinsamen Schulunterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Die Eltern sollen entscheiden können, ob ihr Kind eine Regelschule besuchen kann oder in einer Sonderschule betreut werden soll. Bisher werden solche Bestrebungen nach Integration vom Kultusministerium behindert. Wegen einer vom Sozialamt finanzierten stundenweisen Betreuungskraft, die in der Klasse unterstützen soll, darf ein behindertes Kind, das dazu in der Lage wäre, nicht in der Regelschule verbleiben. Der Grund: Wenn eine solche Betreuung nötig sei, dann sei das Kind in der Sonderschule besser aufgehoben. - (unb) ---------------------------------------- # IBM: Betriebsvereinbarung über „Pflegepause“ abgeschlossen.

Beschäftigte der IBM-Deutschland können per Betriebsvereinbarung bis zu drei Jahren von der Arbeit „Pause“ machen, um schwer pflegebedürftige Angehörige zu versorgen. Berücksichtigt werden müssen die betrieblichen Belange, und die Inanspruchnahme geht nur bei fünfjähriger Betriebszugehörigkeit. Teilzeitregelungen sind möglich. Nach Ablauf der „Pflegepause“ haben die Beschäftigten Anspruch auf einen ihrem früheren vergleichbaren Arbeitsplatz. Sozialministerin Schäfer bemerkte, daß erstmals ein Unternehmen es seinen Beschäftigten ermögliche, die vom Gesetzgeber erwünschte Versorgung eines Pflegebedürftigen zu Hause zu übernehmen. Sie sieht darin einen „innovativen Schritt. Familien- und Berufspflichten besser in Einklang zu bringen", R.vz. 23..24 11.9t- (anf)

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