Heft 2 vom 23.01.1992 4/2 scan 2026-06-06

Pressemeldungen über Gefangene aus RAF erlogen.



Pressemeldungen über Gefangene aus RAF erlogen.

Pressemitteilung von Anwältinnen zu den Zeitungsmeldungen in den letzten Tagen (FR, Welt, TAZ vom 15.1., Stern vom 16.1.), „führende Köpfe“ der RAF-Gefangenen würden in der Entlassungsfrage Druck auf die anderen Gefangenen ausüben: Die Meldungen zu unseren namentlich genannten Mandantinnen und Mandanten Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar, Eva Haule und Helmut Pohl sind frei erfunden. Sie haben nichts in dieser Richtung gesagt und geschrieben. Was die Meldungen widerspiegeln, hat nichts mit der Haltung unserer Mandanten zu möglichen Entlassungen zu tun. Das ist „Feindbild-Propaganda. Die Idee, Gefangene sollten länger als erzwungen im Gefängnis bleiben, um eine „Knastfront“ zu erhalten, ist für die Gefangenen aus der RAF und dem Widerstand völlig grotesk. Wir wissen. daß das mit der Realität nichts zu tun hat, denn wir kennen die Gefangenen seit vielen Jahren. Die Gefangenen wollen sich noch zu dem gesamten Komplex äußern. Wegen der realen Haftbedingungen ist das nicht von einem auf den anderen Tag möglich. Rechtsanwältin Anke Brenneke-Eggers, Rechtsanwältin Heike Krause. Rechtsanwältin Renate Trobitzsch (18.1.92)

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