Spendenkampagne EL SALVADOR: Solidarität bleibt unsere Waffe! Unterstützt die FMLN!
Spendenkampagne EL SALVADOR: Solidarität bleibt unsere Waffe! Unterstützt die FMLN!
Nach 12 Jahren Krieg in El Salvador haben die Nationale Befreiungsfront Farabundo Marti (FMLN) und die Regierung im Januar 92 die „Einstellung der bewaffneten Auseinandersetzung“ vereinbart. Mit den Verhandlungsergebnissen wurden neue Spielräume eröffnet. Jetzt geht der Befreiungsprozeß unter anderen Voraussetzungen weiter. Aber die Ziele, für die die FMLN 1980 ihren Kampf begonnen hat und für die so viele Salvadorianerinnen ihr Leben gegeben haben, sind die gleichen geblieben: der Kampf um eine grundlegende Agrarreform, um die Entmilitarisierung der Gesellschaft, um die Demokratie von unten, um ein Leben in Würde, um eine gerechte Wirtschafts- und Sozialordnung!
Der Kampf wird jetzt mit neuen Waffen geführt: politische Organisierung, Selbstverwaltung, kollektive Betriebe in Stadt und Land, eigene Vermarktungsstrukturen, Land- und Betriebsbesetzungen, gegenseitige Hilfe und Solidarität, politische Bewußtseinsbildung. Dabei ist beispielsweise der Aufbau von alternativen Presse-, Rundfunk- und Fernsehorganen für die FMLN von hoher Bedeutung, um den traditionell von der Rechten beherrschten Medien entgegenzuwirken.
Das Abkommen vom Januar 92 schreibt fest, daß es weder Sieger noch Besiegte gibt. Die Regierungen der USA und El Salvadors haben diesen Krieg mit dem Ziel geführt, die FMLN sowie die soziale und politische Opposition zu zerschlagen. Sie haben dieses Ziel keinesfalls erreicht. Umgekehrt hätte aus Sicht der FMLN eine Fortführung des Kampfes unzählige weitere Opfer gefordert, ohne daß ein militärischer Sieg in greifbare Nähe gerückt wäre.
Der politische und militärische Kampf der FMLN war und ist der Kampf für grundlegende gesellschaftliche und politische Veränderungen, für ein Ende von staatlicher Willkür, für den Zugang der Bevölkerung zum Bildungs- und Gesundheitswesen. Für die Befreiung von imperialistischer Vorherrschaft und neokolonialen Strukturen. Diesen Kampf haben wir, die Linke und die Solidaritätsgruppen in der BRD seit 1980 u.a. mit der Kampagne „Waffen für El Salvador“ begleitet. Wir wollen damit unsere uneingeschränkte politische und materielle Solidarität mit dem Befreiungskampf der FMLN zum Ausdruck bringen. Das hieß und heißt für uns auch, die Legitimität des bewaffneten Kampfes gegen Unrecht und Ausbeutung zu vertreten.
Jetzt sind nach zehntausendfachem Mord- und Totschlag durch den zähen und langen Kampf in El Salvador gesellschaftliche Veränderungen in Gang gekommen.
Zum ersten Mal wurde in der Geschichte El Salvadors, das seit dem Massaker von 1932 faktisch eine Militärdiktatur ist, die Macht der Armee politisch beschnitten. Durch die paritätisch besetzte Friedenskommission COPAZ gibt es ein politisches Gremium zur Umsetzung der Abkommen. Die Fortsetzung und Entfaltung der Agrarreform wurde vereinbart. Die Regierung mußte außerdem zugestehen, daß die FMLN sich ungehindert politisch betätigen kann. Zudem wurden Vereinbarungen zur Garantie der Menschenrechte, zu einer Reform des Justizwesens etc. getroffen.
Jetzt wird die FMLN gemeinsam mit den sozialen und politischen Kräften dafür kämpfen, daß die Vereinbarungen auch tatsächlich verwirklicht werden. Nach den Erfahrungen mit der Destabilisierungspolitik der USA wird es ein harter Kampf werden, Militär, Regierung und USA daran zu hindern, die Verhandlungsergebnisse zu unterlaufen. Auch die Möglichkeit eines verdeckten Krieges gegen die Linke stellt eine reale Gefahr dar und muß verhindert werden.
Dafür ist wie in der Vergangenheit internationale Unterstützung und unsere Solidarität notwendig!
Der anstehende politische und soziale Kampf wird ein Kampf mit ungleichen Mitteln sein. Die US-Regierung, die EG, die Bundesregierung, Stiftungen und Parteien werden die salvadorianische Bourgeoisie finanziell ausstatten, um das Befreiungsprojekt zu schwächen.
Wir rufen zu entschiedener politischer und materieller Solidarität mit der FMLN auf!!
Unterstützt die FMLN!!
Die Spendenkampagne geht weiter!
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