IGM Freiburg gegen B31 Ost-neu
IGM Freiburg gegen B31 Ost-neu
Freiburg. Als erste Gewerkschaft hat sich die IG Metall, Verwaltungsstelle Freiburg, mit einem Beschluß der Vertreterversammlung nach kontroverser Diskussion gegen den Bau der vierspurigen B31 Ost-neu ausgesprochen: Der Beschluß lautet:
1. Die IG Metall lehnt den Bau der B 31 Ost-neu in der geplanten Bauweise ab.
2. Für diesen bisher vom Verkehr geplagten Ortsteil Ebnet und für Zarten wird eine Entlastung (kleine Umgehung) gefordert.
3. Die IGM fordert einen verstärkten Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs (Bus-Straßenbahn-Schiene) mit bezahlbaren Tarifen.«
In der Begründung heißt es u.a.: »Mit dieser Straße findet nicht nur eine Verlagerung des Verkehrs in bisher ruhige Wohngebiete statt, während die Anwohner der bisherigen B31 Ost kaum Entlastung erfahren, sondern durch ihre Funktion als europäische Fernstraße quer durch Freiburg und den Schwarzwald ist eine wesentliche Zunahme der Verkehrsdichte und erheblich stärkerer Lärm durch die Schwertransporte zu erwarten. Diese Straße löst keine Probleme, sie schafft nur neue und schlimmere.«
Allerdings sind die Chancen für eme Verhinderung der Straße mehr als schlecht. Rechtliche Möglichkeiten bestehen praktisch nicht mehr. Der Beschluß der IGM wäre aber vielleicht ein Anlaß, eine Art verkehrspolitisches Forum zu organisieren, auf dem die verschiedenen Interessen an einer anderen Verkehrspolitik — und das heißt eben auch Wirtschaftspolitik — zur Sprache kommen und Alternativen entwickeln könnten. - (utb)