Konzerne fordern KKW — SPD genehmigt Obrigheim
Konzerne fordern KKW — SPD genehmigt Obrigheim
Stuttgart. Der Landesverband der Industrie (LVI) Baden-Württemberg forderte von der Stuttgarter Großen Koalition „mehr Mut, mit wichtigen Entscheidungen den Industriestandort konsequent zu sichern“. Die hohen Stromkosten, seien ein echter „Standortnachteil“, und die Landesregierung unternehme nichts zur Strompreissenkung: „für die Industrie günstige Strompreise (seien) nur mit Hilfe der Kernenergie“ realisierbar. In der Koalitionsvereinbarung heißt es dazu: „... Es gibt in Baden-Württemberg keinen Neubau und keinen Ersatzbau für bestehende Kernkraftwerke.“ Die SPD-Minister Schäfer (Umwelt) und Spöri (Wirtschaft) haben auf die Konzernforderungen reagiert: Sie haben dem (in der früheren Oppositionsrolle stets massiv abgelehnten) Kernkraftwerk Obrigheim, das bislang widerrechtlich trotz fehlender Erlaubnis produziert, die Dauer-Betriebsgenehmigung trotz verschiedenster Mängel erteilt. — (Quelle: rvz 15.7./ 15.8.92; Koalitionsvereinbarung; bef)