Warnstreiks der Busfahrer in Baden-Württemberg
Warnstreiks der Busfahrer in Baden-Württemberg
Am 24. August 1992 reagierte die Gewerkschaft OTV in sechs Städten (Ludwigsburg, Reutlingen, Göppingen, Heidenheim, Biberach und Schwäbisch Gmünd) mit Warnstreiks auf die Weigerung des privaten Omnibusgewerbes, von nicht zumutbaren, die Sicherheit gefährdenden Arbeitsbedingungen abzurücken. Rund 400 Busfahrer streikten bis zu vier Stunden. Die Verhandlungen über einen neuen Lohn- und Gehalts- sowie einen Manteltarifvertrag für die siebentausend Beschäftigten waren in der achten Runde gescheitert, weil die Arbeitgeber auf sechzehn Stunden Schichtzeit im Linienverkehr beharren. Die ÖTV fordert neben 10,5 % mehr Lohn und Gehalt günstigere Schichtzeiten. Außerdem will sie Mindestbesatzungen durchsetzen. Eine tarifvertragliche Klausel soll verhindern, daß Beschäftigte für Schäden aufkommen müssen, die sie nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht haben. Quelle: Badische Zeitung, Handelsblatt — (kar)