NPD-Kundgebung vor Asylheim verboten
NPD-Kundgebung vor Asylheim verboten
Mannheim. OB Widder ließ eine durch den Bundesvorsitzenden der NPD, Deckert, angemeldete Kundgebung in Mannheim-Schönau verbieten. Die Kundgebung sollte in der Nähe der Flüchtlingskaserne stattfinden und sich gegen „Ausländerinvasion“ und „Asylantenflut“ richten. In der Stadtmitte protestierten bis zu 200 Leute gegen Ausländerfeindlichkeit und nazistische Gewalt. Die Flüchtlingskaserne wurde in eine Polizeifestung verwandelt. Deckert und sein Anhang mußten unverrichteter Dinge wieder abreisen. Allerdings wurde im nahegelegenen Hemsbach in der folgenden Nacht ein Brandsatz in ein Flüchtlingshaus geschmissen. Zwei Kinder erlitten schwerste Verbrennungen. Die Täter konnten entkommen, stammen aber vermutlich aus Deckerts Dunstkreis. — (scr)