LANDESWEITE BERATUNG LINKER OPPOSITION IN BADEN-WÜRTTEMBERG
LANDESWEITE BERATUNG LINKER OPPOSITION IN BADEN-WÜRTTEMBERG
Einladung an alle interessierten Linken in Baden-Württemberg
Wir wollen alle eine andere, nichtkapitalistische Gesellschaft, weil der Kapitalismus diese Erde und die Menschen zugrunde richtet. An der Notwendigkeit einer anderen, nichtkapitalistischen Gesellschaft hat auch der Zusammenbruch des Realsozialismus nichts geändert. Der Kapitalismus hat für keine der örtlichen und globalen Probleme für uns akzeptable Lösungen. Zu einer anderen, nichtkapitalistischen Gesellschaft wollen wir mit unserem Widerstand beitragen. Wie soll diese Gesellschaft aussehen? Wie wollen wir sie erreichen? Was können wir in unserem Bundesland dazu beitragen? Darüber wollen wir mit anderen Linken diskutieren.
Ausgehend von der Tatsache, daß bei der letzten Landtagswahl keine linke Alternative zur Wahl stand, haben wir uns bereits einige Male im kleineren Rahmen getroffen. Wir wollen diese Diskussionen nun auf eine breitere Grundlage stellen. Wir erheben keineswegs den Anspruch, für alle Linken in BadenWürttemberg zu sprechen oder Patentrezepte zu besitzen, aber wir wollen einfach einen Anstoß geben.
Deshalb möchten wir einladen:
Samstag, 5. Dezember 1992, Beginn 10 Uhr Stuttgart, Waldheim Sillenbuch, Gorch-Fock-Str. 26 (Stadtteil Sillenbuch; Autobahnausfahrt Degerloch; ab Hauptbahnhof Straßenbahnlinie 15 Richtung Heumaden, Haltestelle Silberwald)
Gedachter Ablauf:
• Einleitungsreferate zu vier Arbeitsgruppen für alle Teilnehmer im Plenum, im Anschluß Diskussion
in Arbeitsgruppen mit den Referenten:
- Ökonomische und soziale Folgen der „Einheit“ für Deutschland und Europa
- Wie entwickeln wir — auch bezogen auf Baden-Württemberg — antifaschistische und antirassistische Politik vor dem aktuellen Hintergrund der Asylrechtsdiskussion und faschistischer Anschläge?
- Ökologische und soziale Folgen falscher Strukturpolitik am Beispiel Wohnungsnot und Verkehr
- Großmachtansprüche Deutschlands im Widerspruch zu weltweiten Abrüstungsnotwendigkeiten
Beiträge aus feministischer Sicht sind zu allen Punkten erwünscht.
• Etwa ab 15 Uhr schlagen wir eine offene Diskussion über denkbare Wahlbündnisse für 1994 vor (Europawahl, Bundestagswahl und deren Verhältnis zu den Kommunal wählen) mit Stellungnahmen interessierter Gruppen und Einzelpersonen. Die Beantwortung von Fragen zu juristischen Gesichtspunkten einer Wahlbeteiligung wird vorbereitet. Entscheidungen oder andere Festlegungen hinsichtlich des Ob und Wie eines Wahlbündnisses sind auf diesem Treffen nicht geplant, vielmehr geht es um einen Einstieg in diese Diskussion, um Entscheidungen qualifiziert vorzubereiten.
Dieter Keller (DKP) Tel DKP-Büro’0711/265510; Alfred Küstler(BWK),Tel.GNN-Verlag:071t/62470I; Reinhard Neudorfer (PDS/Linke Liste)r.Tel Büro:0711 /6401523 oder 07151 /54806;Bernhard Strasdeit(VSP) Tel.:07071 72 1534