3500 gegen Landesparteitag der Rep
3500 gegen Landesparteitag der Rep
Konstanz. Gegen 11 Uhr hatten sich am Konstanzer Fischmarkt, dem Ort der Auftaktkundgebung, ca. 3000 Menschen versammelt. Die Auftaktkundgebung wurde mit einer Rede des Bündnisses eröffnet, in der über die Entwicklung der Auseinandersetzung um den Parteitag berichtet wurde. Insbesondere Stadtverwaltung und der herrschende Konstanzer Bürgerblock wurden wegen Ihrem Nichtstun angegriffen. Wie die meisten Redner und Rednerinnen wurde auch in diesem Beitrag auf den Zusammenhang der Republikaner und dem Terror auf der Straße hingewiesen. Gegen 11.30 Uhr setzte sich der Demozug in Bewegung. An der Spitze des Zugs ein Transparent „Stoppt die Brandstifter in der Politik und auf der Straße“.
Während der Demonstration stieg die Zahl der Teilnehmerinnen auf ca. 3 500 an. Während der Abschlußkundgebung kam der Vorsitzende des Oberrats der badischen Juden, Gideon Nissenbaum, auf die Demonstrationsleitung zu, um zu klären, ob er spontan einen Redebeitrag halten dürfe, was ihm natürlich sofort gewährt wurde. Er griff, wie viele andere auch, die Stadtverwaltung und die bürgerlichen Parteien in Konstanz wegen Untätigkeit an. Selbst wenn es ideologische Unterschiede der verschiedenen Gruppen gäbe, so müßte der gemeinsame Kampf gegen Faschismus doch Has verbindende sein.
Für DGB, SPD und den Uni-AStA dürfte es schwierig werden, zu rechtfertigen, weshalb sie nicht zu der Demonstration aufgerufen haben. Für das Bündnis war die Demo ein Erfolg, auf dessen Grundlage sich weiter antifaschistische Politik entwickeln läßt. — (wmo)