Protokollnotiz mit Revisionsklausel
Protokollnotiz mit Revisionsklausel
Die Revisionsgelüste von Gesamtmetall sind bitterernst. Seit 1985 haben die Kapitalisten noch bei jeder Arbeitszeitverkürzung der IG Metall geringere Lohn- und Gehaltsabschlüsse und Flexi-Bestimmungen in den Manteltarifverträgen aufgedrückt. Die 36- bzw. 35-Stundenwoche sind sogar schon zweimal erkauft worden: Zuletzt 1992 mit dem drastischen Reallohnverzichts-Abschluß von drei Prozent ab 1.4.93. Und davor 1990, als neben den möglichen 40 Wochenstunden für 18 % der Beschäftigten zusätzlich folgende Protokollnotiz abgeschlossen wurde:
„Zur Durchführung der Arbeitszeitverkürzungsstufen zum 1.4.93 und zum 1.10.95 vereinbaren die Tarifvertragsparteien: 1. In den Jahren, in denen Arbeitszeitverkürzungen mit neuen Lohn- und Gehaltsregelungen Zusammentreffen, sind die materiellen Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung zu berücksichtigen. 2. Die Tarifvertragsparteien werden, wenn eine von ihnen es wünscht, drei Monate vor den genannten Terminen in ein Gespräch über die Durchführbarkeit der Arbeitszeitverkürzung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage eintreten. Dabei sind insbesondere die Beschäftigungssituation in der Metall- und Elektroindustrie, die Entwicklung im Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten und die Entwicklung der Arbeitszeiten in den Ländern der Europäischen Gemeinschaft zu berücksichtigen. Die Tarifvertragsparteien werden sich um eine einvernehmliche Beurteilung und gegebenenfalls um eine daraus abgeleitete abweichende Regelung bemühen.“ Anlage 3 zu $7.1 Manteltarif Metall Nordwürttemberg/Nordbaden