NPD-Deckert unter Beschuß — aber noch nicht genug!
NPD-Deckert unter Beschuß — aber noch nicht genug!
Weinheim. Der Odenwaldklub hatte auf Betreiben seines damaligen Vorsitzenden den NPD-Deckert vor zehn Jahren gar zum Jugendwart gemacht. Jetzt schloß er ihn dagegen aus dem Verein aus, weil er „das friedliche Zusammenleben in erheblichem Maße störe“. Gleichzeitig hat ihm die Stadt Weinheim erstmals (nach über 20 Kandidaturen quer durchs Land) eine „Wählbarkeitsbescheinigung“ für die Bürgermeisterwahlen in Schwäbisch Gmünd (14.3.) und Güglingen (7.3.) verweigert. Grund: § 46 der Gemeindeordnung fordert, daß Kandidaten die „Gewähr dafür bieten, daß sie jederzeit für die FDGO im Sinne des Grundgesetzes eintreten“. Das sei, so die Stadtverwaltung, bei dem NPD-Bundesvorsitzenden Deckert eindeutig nicht der Fall, auch wenn seine Verurteilung wegen Volksverhetzung u. a. noch nicht rechtskräftig sei. Die Gemeindewahlausschüsse der beiden Städte haben Deckert jedoch auf Grundlage einer älteren Bescheinigung zu den Wahlen zugelassen. _ (bef)