Heft 5 vom 04.03.1993 5/5 scan 2026-06-19

Landeserziehungsgeld soll gestrichen werden



Landeserziehungsgeld soll gestrichen werden

Stuttgart. CDU-Finanzminister Mayer-Vorfelder will, gegen das ausdrückliche Votum der CDU-Frauen, das Landeserziehungsgeld streichen. Sowohl SPD wie Grüne sind dem Vorhaben nicht abgeneigt, allerdings wollen sie die dadurch freiwerdenden etwa 150 Millionen Mark jährlich für Kleinlandereinrichtungen verwenden. Das nur in Baden-Württemberg gewährte Erziehungsgeld, das nach dem Bundeserziehungsgeld für ein weiteres Jahr bis zum dritten Lebensjahr an wenig Verdienende gezahlt wird, beträgt bis zu 400 DM. 1990 haben 37 % der Eltern, die nur um die 2000 DM netto verdienen dürfen. das Erziehungsgeld in Anspruch genommen. Diese doch hohe Zahl an Schlechtverdienenden gibt zu denken. Aber über einen Zuschuß im dritten Lebensjahr von der bisher gewährten Höhe läßt sich das Problem nicht lösen. Eine gute Unterbringung der Kinder, auch schon vor dem vierten Lebensjahr, ist sicher sinnvoll und würde einigen Familien zur Sicherung ihrer Existenz verhelfen. - (unb)

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