Neue Verhaftung im Fall Kerstin Winter
Neue Verhaftung im Fall Kerstin Winter
Freiburg. Auf Grund eines Unterbringungsbefehls der Staatsanwaltschaft wurde jetzt ein früherer Freund der Getöteten in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. (Statt Haftbefehl wird Unterbringungsbefehl erlassen, wenn der Verdächtige vermutlich wegen seelischer Krankheit schuldunfähig ist.) Die Staatsanwaltschaft begründet seine Inhaftierung mit verschiedenen — ihr eigentlich von Anfang an bekannten — Indizien. Obwohl seine Beziehung zu Kerstin Winter schon sieben Jahre zurückliegt und zwischenzeitlich kein Kontakt mehr bestand, geht die Staatsanwaltschaft wegen der angeblichen psychischen Erkrankung, die gegenwärtig gutachtlich untersucht wird, von der Schuld des Verhafteten aus. Der kurzzeitig festgenommene Freund der Getöteten, der nun erheblich entlastet wurde, steht für die Staatsanwaltschaft immer noch unter Tatverdacht. Sein Anwalt: „Rückzugsgefechte“. - (kh)