„Winzer Pharma“ macht dicht jahrelang zu wenig bezahlt
„Winzer Pharma“ macht dicht jahrelang zu wenig bezahlt
Das Unternehmen „Dr. Winzer Pharma“ macht endgültig dicht. Der Betrieb war Mitte letzten Jahres an das Pharmaunternehmen Hexal verhökert worden, das umgehend allen 52 Beschäftigten zum März 1995 gekündigt hatte. Die Beschäftigten wehrten sich. Sie wandten sich an die IG Chemie, gründeten einen Betriebsrat und zogen vors Arbeitsgericht, wo sie recht bekamen. Jetzt will Hexal den Allmannsdorfer Betrieb doch schließen lassen. Immerhin wurde die Unternehmensleitung gezwungen, mit den Beschäftigten über einen Sozialplan zu verhandeln. Die Angestellten, über die Hälfte davon Frauen sind im Schnitt 20 Jahre bei Winzer Pharma beschäftigt und älter als 50 Jahre. Besonders skandalös: Fast alle gewerblichen Angestellten waren trotz ihrer langjährigen Betriebszugehörigkeit in der untersten Lohngruppe eingruppiert. Die Gewerkschaft will für sie rückwirkend eine richtige Einstufung durchsetzen. Quelle: „Südkurier“ 11.3. — (red)