Demonstration — die Medien schweigen
Kurdistan-Demonstration am 12. März
Demonstration — die Medien schweigen
Am 12. März fand in Bonn eine bundesweite Demonstration gegen das Verbot der kurdischen Vereine und der PKK statt. Insgesamt 4—5 000 Leute beteiligten sich schließlich an der Demonstration. Bei der Demo selbst waren alle Fahnen oder Bilder der verbotenen Organisationen und Vereine untersagt. Es mußte in Achter-Reihen gegangen werden. Das Polizeiaufgebot war riesig. Allein das Innenministerium wurde von zwei sichtbaren Hundertschaften „geschützt“. Die Demo selbst führte durch die engsten „Gäßchen“ von Bonn, vorbei an vielen türkischen Geschäften, der Zug skandierte dann immer „Hoch die internationale Solidarität“. Wo die Polizei besonders massiv auftrat, gab es die Parole: „Solidarität heißt Widerstand — gegen den Faschismus in jedem Land“. Ein Drittel der Demonstranten waren Kurden. Sie liefen in der Mitte des Zuges. Weitere Parolen waren: „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt“, „BRD — Internationale Völkermordzentrale“, „Hungersnot und Völkermord ist BRDExport“ sowie „Weg mit dem Verbot der PKK“ und „Hoch lebe die PKK“. Trotz des provokativen Polizeieinsatzes verlief die Demonstration absolut diszipliniert. Erst nach der Kundgebung, als sich die Demonstranten in kleineren Gruppen auf dem Rückweg zu den Bussen befanden, griff sich die Polizei Leute heraus, die Fähnchen (von der Größe wie McDonalds-Kinderfähnchen) mit dem Emblem der ERNK mit sich führten. Die Demo wurde Samstagabend in keiner Nachrichtensendung des ersten oder zweiten Fernsehprogramms gezeigt, eine Demo von 200 Leuten wegen Massentierhaltung dagegen schon. — (pes)