CGK: Mehr Personalabbau nach Auftragsverlust?
CGK: Mehr Personalabbau nach Auftragsverlust?
Konstanz. Vor kurzem noch feierte sich die Computergesellschaft Konstanz (CGK) ausgiebig selbst. Mit Sonderbeilagen im „Südkurier“ und Feierlichkeiten mit allerlei Prominenz beging die Firmenleitung das 20jährige Bestehen der CGK, die vor einigen Jahren von Siemens aufgekauft worden ist. Wenig Grund zum Feiern hatte schon damals die Belegschaft, die nach dem Willen der Leitung bis 30. September dieses Jahres von 830 auf 720 Beschäftigte abgebaut werden soll. Seit Anfang dieser Woche dürfte auch bei der Geschäftsleitung Katerstimmung aufkommen, denn ein Auftrag der baden-württembergischen Toto- und Lottogesellschaft über insgesamt 35 Mio. DM ging nicht wie erwartet an den Bodensee, sondern an eine französische Konkurrenzfirma. Zwar versuchte CGK-Geschäftsführer Meyer abzuwiegeln, noch müsse der Aufsichtsrat der Lottogesellschaft sein Placet geben; das dürfte jedoch mehr eine Formsache sein. Zu Konsequenzen wollte sich Meyer bislang nicht äußern. Ein weiterer Personalabbau droht jedoch.
Trauriges Detail am Rande: Mitte der 80er Jahre hatte die CGK von der Stadt ein Baugrundstück zu Schleuderpreisen erhalten mit dem Argument, so könnten Arbeitsplätze gesichert werden. . . — (jüg)