Weitere Prozesse gegen Kurden
Weitere Prozesse gegen Kurden
In Heilbronn hat am 11. Oktober der Prozeß gegen acht Kurden begonnen, die am 22. März aus Protest gegen die Unterdrückung der Newrozfeiern die Autobahn bei Heimsheim blockiert hatten. Die Staatsanwaltschaft plant hohe Haftstrafen und Abschiebungen. Sie beschuldigt die Kurden des schweren Landfriedensbruchs, der Nötigung und gefährlicher Körperverletzung. Stets wird dabei behauptet, die Angeklagten seien „Funktionäre, Mitglieder oder Sympathisanten der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und daher „Überzeugungstäter".
Der Sprecher des deutsch-kurdischen Freundschaftsvereins in Stuttgart, der ehemalige SPDStadtrat Gerhard Dürr, erklärte gegenüber der Presse, er sei in Sorge wegen dieser Prozesse. Die Vorwürfe der Polizei hätten eindeutig politische Gründe, die Anklagen seien häufig überhöht.
Für die Prozesse wird Geld benötigt. Spenden sind erbeten an R. Cronauer, Stichwort „Newroz, Landesgirokasse Stuttgart, BLZ 60050101, Konto-Nr 7813003596