Heft 4 vom 16.02.1995 7/04 scan 2026-08-01

Kreisumlage bleibt, stattdessen Personal-Kürzungen

Kreishaushalt


Kreishaushalt

Kreisumlage bleibt, stattdessen Personal-Kürzungen

Nun wird die Kreisumlage in diesem Jahr doch nicht erhöht. Auf Antrag von Union und Freien Wählern lehnte der Kreistag die Verwaltungsvorlage ab, die von den Kreisgemeinden zu zahlende Umlage um 1,4 % zu erhöhen. Damit haben sich die Fraktionen von CDU und FWG zwar bürgernah ins Zeug gelegt (und dies auch postwendend gebührend herausgestrichen), die finanziellen Probleme sind damit jedoch teils verlagert, teils schlicht verschoben worden. Denn so sehr es eigentlich zu begrüßen ist, daß die Kreisumlage nicht erhöht wurde — diese Erhöhungen hätten die Bürgerinnen und Bürger der Kreis-Gemeinden mit höheren Gebühren und Steuern finanziert —, so unzumutbar ist es, daß stattdessen die Beschäftigten des Landkreises kräftig bluten sollen: im Personalbereich, so sieht der Haushalt vor, müssen im kommenden Jahr nämlich 1 Mio. DM — das sind 2,6 Prozent der Personalausgaben —, bei den Verwaltungs- und Betriebskosten noch einmal 1,6 Mio. DM gekürzt werden. Ob das unrealistisch ist, wie von Seiten von SPD und FGL vermutet, sei dahingestellt. Als sicher kann gelten, daß CDULandrat Maus alles daran setzen wird, die Personalausgaben zu drücken, und damit die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten weiter zu verschärfen. - (jüg)

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