Gegen Samstagsarbeit, für soziale Komponente
Tarifauseinandersetzungen
Gegen Samstagsarbeit, für soziale Komponente
Die IG-Metall-Vertreterversammlung hat auf einer Sitzung Anfang Februar den Arbeitgeberforderungen nach Wiedereinführung regelmäßiger Samstagsarbeit eine klare Absage erteilt. Das freie Wochenende habe einen hohen familiären, gesellschaftlichen und kulturellen Wert und könne deshalb wegen „vager Versprechungen“ der Unternehmer nicht geopfert werden, so Günther Stadelhofer, erster Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Singen der Gewerkschaft. Auf Ablehnung stießen bei den Delegierten auch die Arbeitgeber-Forderungen nach Rücknahme der tarifvertraglich schon vereinbarten 35-Stunden-Woche sowie der Ruf nach Öffnungsklauseln, die den Flächentarifvertrag aushöhlen sollen.
Waltraud Müller, CGK-Betriebsrätin und Mitglied der Tarif- und Verhandlungskommission der IG Metall berichtete anschließend über den Stand der Tarifauseinandersetzungen. Nach jahrelangen Reallohnsenkungen seien „deutliche Einkommenserhöhungen“ notwendig. Das mache auch die schwache Binnennachfrage notwendig. In der Diskussion erklärten Delegierte, eine soziale Komponente für die unteren Lohngruppen sei unverzichtbar.
Quelle: „Südkurier“ — (jüg)